Automatisiertes & Vernetztes Fahren – Testfeld Niedersachsen feierlich eröffnet

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Für OECON als KMU bietet das Testfeld Nds. die Chance, erstmals unser Know-How im Bereich der Testsysteme für die Automobilindustrie mit einem umfassenden Set an hochwertiger Sensorik und Kommunikation zu verknüpfen.

~ Frank Brennecke, Geschäftsführer OECON

 

Wenn Zukunftsmusik langsam zur Realität wird …

Am 08. Januar 2020, eröffneten Niedersachsens Minister  Dr. Bernd Althusmann (Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung), Björn Thümler (Minister für Wissenschaft und Kultur) und Thomas Jarzombek (MdB und Koordinator der Bundesregierung für die deutsche Luft- und Raumfahrt), sowie Prof. Dr. Karsten Lemmer (DLR-Vorstand für Energie und Verkehr), in Braunschweig, feierlich die neue Teststrecke für automatisiertes und vernetztes Fahren in unserer Region. Das sogenannte „Testfeld Niedersachsen“ erstreckt sich von Hannover über Hildesheim nach Braunschweig bis Wolfsburg. Insgesamt umfass das Testfeld Niedersachsen über 280 Kilometer auf den Autobahnen A2, A39, A391 inklusive mehrerer Bundes- und Landstraßen. Das Testfeld ist eine offene Forschungs- und Entwicklungsplattform und soll gemeinsam mit seinen Nutzern dazu beitragen, die automatisierte und vernetzte Mobilität der Zukunft zu gestalten:

Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft wird das DLR-Institut für Verkehrssystemtechnik die auf dem Testfeld erhobenen Daten nutzen, um spezielle Verkehrssituationen, wie Stauenden, Einfädelvorgänge und Überholmanöver genauer unter die Lupe zu nehmen. Auch die Konsequenzen von unterschiedlichem Fahrverhalten sind hier von großem Interesse. Daraus lassen sich Funktionen für automatisierte und vernetzte Fahrzeuge entwickeln oder verbessern. Ebenso können die Methoden und Werkzeuge zur Erprobung automatisierter und vernetzter Fahrzeuge praktisch erprobt und in der Folge verbessert werden. An erster Stelle steht dabei immer das Ziel, den Verkehr sicherer und effizienter zu machen, den Komfort für Fahrzeugnutzer zu erhöhen und Emissionen zu verringern.

~ DLR

 

Seit mehr als 15 Jahren ist das ein Kernthemenbereich, mit dem sich OECON innerhalb vieler einzelner Forschungsprojekte bereits aktiv auseinandergesetzt hat und die Entwicklung stetig vorantreibt. Daher freut es uns natürlich als Projektpartner, dass nun unsere Entwicklungen zu diesem Thema endlich langsam in die Realität überführt und demnächst live unter echten Verkehrsbedingungen getestet werden können.

Weiterführende Links & Pressestimmen


Offizielle Pressemeldung – herausgegeben vom DLR


Es geht los! – Testfeld Niedersachsen gestartet

Automatisierte und vernetzte Fahrzeuge umfassend erproben – hierzu soll das Testfeld Niedersachsen einen wichtigen Beitrag leisten. Nach Abschluss der letzten Aufbauarbeiten in den vergangenen Monaten können nun automatisierte und vernetzte Fahrzeuge in der Simulation und auf der Straße getestet. Dazu werden auch Fahrverhalten und Verkehrsfluss erfasst und analysiert. Am 8. Januar 2020 wurde das Testfeld vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit Gästen und Unterstützern aus Politik und Wirtschaft eröffnet.

Mit einem symbolischen Knopfdruck starteten Prof. Dr. Karsten Lemmer, DLR-Vorstand für Energie und Verkehr, Dr. Bernd Althusmann, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, Björn Thümler, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, und Thomas Jarzombek, MdB und Koordinator der Bundesregierung für die deutsche Luft- und Raumfahrt, eine erste Übertragung der Erfassungstechnik auf der Autobahn. Anschließend konnten sie sich in Forschungsfahrzeugen selbst ein Bild von der Strecke und ersten Anwendungsmöglichkeiten des Testfeldes machen.

Start mit Masten, Karten und Simulation für den Straßenverkehr der Zukunft

Das Testfeld Niedersachsen wird nun Stück für Stück in Betrieb genommen. An der A39 sind jetzt 71 Masten errichtet. Sie können Fahrzeuge und andere Objekte im Verkehrsraum anonymisiert erfassen. So erlangen Wissenschaftler und Praxispartner Aufschluss darüber, was zukünftige Assistenz- und Automationssysteme leisten müssen. Dafür können die Masten untereinander und mit den entsprechend technisch ausgerüsteten Fahrzeugen kommunizieren. Zusätzlich zu den fest verbauten gibt es auch mobile Masten, die Tests an weiteren Autobahnabschnitten sowie abseits der Autobahn und auf Prüfgeländen ermöglichen. Dadurch ist die Analyse und Unterstützung automatisierter Fahrmanöver auch an unterschiedlichen Orten, auf verschiedenen Straßentypen und unter speziellen Rahmenbedingungen möglich.

Weitere Bestandteile des Testfelds Niedersachsen sind, fernab von den Straßen und Autobahnen, auch die hochgenaue Karte und die Simulation der gesamten Strecke. Hier kann vorab umfassend getestet werden, was dann später auf der Straße zur Realität wird. Dieses integrierte Zusammenspiel unterschiedlicher Prüfmethoden macht das Testfeld Niedersachsen einzigartig.

Die Zukunft des Testfelds

Das Testfeld ist eine offene Forschungs- und Entwicklungsplattform. Es bietet Raum für wissenschaftlichen Dialog und soll gemeinsam mit seinen Nutzern dazu beitragen, die automatisierte und vernetzte Mobilität der Zukunft zu gestalten.

Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft wird das DLR-Institut für Verkehrssystemtechnik die auf dem Testfeld erhobenen Daten nutzen, um spezielle Verkehrssituationen, wie Stauenden, Einfädelvorgänge und Überholmanöver genauer unter die Lupe zu nehmen. Auch die Konsequenzen von unterschiedlichem Fahrverhalten sind hier von großem Interesse. Daraus lassen sich Funktionen für automatisierte und vernetzte Fahrzeuge entwickeln oder verbessern. Ebenso können die Methoden und Werkzeuge zur Erprobung automatisierter und vernetzter Fahrzeuge praktisch erprobt und in der Folge verbessert werden. An erster Stelle steht dabei immer das Ziel, den Verkehr sicherer und effizienter zu machen, den Komfort für Fahrzeugnutzer zu erhöhen und Emissionen zu verringern.

In den vergangenen Monaten konnten Partner gemeinsam mit dem DLR-Institut für Verkehrssystemtechnik erste Anwendungen zeigen. Der ADAC hat beispielsweise sein Prüfgelände in Hannover Laatzen testfeldkompatibel ausgerüstet, um innovative Fahrzeugfunktionen auf dem Gelände darstellen zu können. Ebenso haben die Volkswagen AG, die NordSys GmbH und die OECON Products & Service GmbH in ihren Fahrzeugen erste Anwendungen des Testfeldes dargestellt. Diese Aktivitäten werden nun weiter ausgebaut. Es existieren weitere konkrete Nutzungsideen für das Testfeld, dessen Partnernetzwerk sukzessive ausgebaut wird.

Über das Testfeld Niedersachsen

Das Testfeld Niedersachsen erstreckt sich über circa 280 Kilometer auf den Autobahnen A2, A39, A391 sowie mehrere Bundes- und Landstraßen. Es ist die Weiterentwicklung von AIM, der Anwendungsplattform Intelligente Mobilität. Seit der Fertigstellung 2014 betreibt das DLR im Zusammenhang mit AIM unter anderem eine Forschungskreuzung in Braunschweig, eine Teststrecke auf dem Innenstadtring sowie verschiedene Simulatoren und spezielle Laboreinrichtungen. Mit der sukzessiven Erweiterung um Autobahnen, Bundes- und Landstraßen knüpfen die Mobilitätsforscher an die bestehende Testinfrastruktur für automatisierte und vernetzte Fahrzeugtechnologien an. Als offene Forschungsplattform ist das Testfeld Niedersachsen für wissenschaftliche Einrichtungen und weitere industrielle Partner nutzbar.

Das Testfeld Niedersachsen wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung und vom Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Niedersachsen gefördert. Aufbau und Betrieb des Testfeldes liegen federführend beim DLR-Institut für Verkehrssystemtechnik. Neben den genannten Ministerien sind der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e.V., Continental AG, IAV GmbH, NordSys GmbH, OECON Products & Services GmbH, Siemens AG, Volkswagen AG, Wolfsburg AG Partner im Testfeld Niedersachsen, die sich in den vergangenen Montagen intensiv in die Konzeptionierung des Testfeldes und dessen Umsetzung eingebracht haben.

 

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