Projekt „Digitaler Knoten 4.0“ gestartet

DLR Testkreuzung in Braunschweig, Quelle: DLR

Am 17. Januar 2017 fand in Braunschweig das offizielle Kick-off Meeting zum Projekt „Digitaler Knoten 4.0“ statt. Schon im Dezember erteilte Bundesminister Alexander Dobrindt die ersten Förderbescheide aus Mitteln der „Förderrichtlinie automatisiertes und vernetztes Fahren auf digitalen Testfeldern in Deutschland“. Das Braunschweiger Projekt ist eines der ersten vier Projekte, die die Zusage über die Förderung durch das BMVI erhalten haben. Ziel ist die Entwicklung von digitalen Lösungen für Verkehrsknoten (Kreuzungen) mit Mischverkehren (automatisierte und nicht-automatisierte Fahrzeuge, Radfahrer, Fußgänger) im innerstädtischen Bereich. Dazu wird ein digitales Testfeld – AIM (Anwendungsplattform Intelligente Mobilität), welches bereits 2014 vom DLR in Braunschweig zu Forschungszwecken aufgebaut wurde, genutzt.

OECON Products & Services ist Teil dieses zukunftsorientierten Projektes. Als führender Systemarchitekt und Betreiber für Anwendungen mobiler Ortungstechnologien ist OECON zuständig für die Bereitstellung von GNSS-Korrekturdaten (in Zusammenarbeit mit AXIO-NET), auch mittels Fahrzeug-Direktkommunikation (V2X ITS-G5), Ortung von nicht-motorisierten Verkehrsteilnehmern, App-Entwicklung zur Unterstützung des Einbezugs nicht motorisierter Verkehrsteilnehmer.

Förderung:

Das Projekt „Digitaler Knoten 4.0“ wird gefördert durch das BMVI (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur).

Förderkennzeichen: 16AVF1008E.

 

Projektpartner:

AVL Software and Functions GmbH, Deutsches Zentrum für Luft‐ und Raumfahrt e.V. (DLR), NORDSYS GmbH, OECON Products & Services GmbH, OFFIS e.V. – Institut für Informatik, Technische Universität Braunschweig, TRANSVER GmbH, Volkswagen AG

Assoziierte Partner

DENSO AUTOMOTIVE Deutschland GmbH, Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr GmbH, Siemens AG

Hintergrund & Motivation:

Zurzeit konzentrieren sich in Deutschland zahlreiche Projekte auf das automatisierte und vernetzte Fahren auf Autobahnen. Das Projekt „Digitaler Knoten 4.0 konzentriert sich jedoch auf den Verkehr im innerstädtischen Bereich. Die besondere Herausforderung sind die komplexen Mischverkehre im innerstädtischen Bereich (automatisierte und nicht-automatisierte Fahrzeuge, Radfahrer, Fußgänger). Hier besteht noch dringender Forschungs- und Entwicklungsbedarf, um einen Regelbetrieb vorzubereiten.

Die Automatisierung und Vernetzung des Straßenverkehrs bietet erhebliches Potential für die Steigerung der Verkehrssicherheit, der Verbrauchs- und Emissionsreduzierung, sowie einer Verbesserung der Verkehrseffizienz und der nachhaltigen Stärkung des Wirtschafts- und Innovationsstandorts Deutschlands. Die vernetzte Erfassung und Steuerung von Mischverkehren sowie entsprechender kooperativer Fahrfunktionen an innerstädtischen Kreuzungen ist dabei ein Schlüsselbaustein der Mobilität 4.0.

Dobrindt: „Mein Ziel ist, dass Deutschland Leitanbieter für automatisierte und vernetzte Fahrzeuge ist, zum Leitmarkt wird und als erstes Land den Regelbetrieb dieser Technologie einleitet.“ (Quelle: Pressemitteilung BMVI vom 19.12.2016 / Digitales, Mobilität / https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2016/205-dobrindt-foerderbescheide-digitale-testfelder.html)

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